100 Jahre Mascara

Der Geburtstag einer Ikone




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Würde man wohl einhundert Frauen fragen, was denn ihr Must Have in Sachen Beauty wäre, würden viele schlagartig Mascara rausschreien. Und tatsächlich, die kleinen Tuben mit dem nahezu magischen Inhalt sind nicht mehr aus der täglichen Schönheitsroutine wegzudenken. In diesem Jahr feiert das Kultprodukt runde 100 Jahre und wir blicken einmal auf die Entstehungsgeschichte der null zurück.

100 Jahre Mascara – der kleine Geschichtskurs

Bereits im alten Ägypten verwendeten die Frauen, aber auch die Männer, eine schwarze Paste, um ihre Augen zu bemalen. Diese Maskerade hatte zu dieser Zeit aber noch nichts mit dem Wunsch nach Verschönerung zu tun. Vielmehr sollten sie die Augen, die auch als das Tor zur Seele bezeichnet wurden, vor bösen Geistern schützen. Da verwundert es nicht, dass nach dem Untergang der prunkvollen Kultur niemand mehr an die Bemalung dachte und noch weniger auf die Idee kam, die Wimpern für modische Zwecke zu schminken. Erst viele Jahrhunderte später, genauer gesagt 1913, griff der Chemiker T.L. Williams das Thema wieder auf und entwickelte eine Mischung aus Kohlenstaub und Vaseline. Die Mixtur war für die Verschönerung seiner Schwester Mabel gedacht und wurde auf den Namen Maybelline getauft, der eine Zusammenstellung aus den Worten Mabel und Vaseline darstellt. Die Mascara schien nicht nur bei Williams Schwester gut anzukommen. Der Chemiker machte den Namen des Produktes zu einem eigenständigen Firmennamen und verkaufte nun seine Mascara auch an andere verschönerungswillige Frauen. Der damalige Erfolg ist heute kaum noch zu erklären, schaut man sich die vielen Mankos der schwarzen Paste an. Sie wurde umständlich mit einem gerollten Papierstäbchen aufgetragen, verwischte äußerst schnell und hielt auch der Hitze nur bedingt Stand. Die Entwicklung zum Megabestseller war also noch lang. Den ersten Anstoß der Verbesserung brachte die Sängerin Helene Winterstein-Kambersky, die das Produkt zwar gern trug, es aber leid war, dass die Mascara bei dem Scheinwerferlicht über das ganze Gesicht lief und ihren Auftritt zumindest optisch zunichtemachte. Nach einigen Versuchen wurde also in den 30er Jahren die erste wasserfeste Mascara entwickelt – eine Revolution die bis heute begeistert. Helena Rubinstein ärgerte sich dann in den 50er Jahren über den noch immer sehr umständlichen Auftrag und entwickelte eine Tube, die die kostbare schwarze Paste umschloss und die Mascara vor dem Austrocknen schützte. Kurz darauf mischte sich auch die nun bereits mehr als bekannte Marke Maybelline in die Weiterentwicklung ihrer einstmaligen Schöpfung ein. Im Jahr 1960 entwickelte das Unternehmen die erste Spiralbürste. Die Mascara, wie wir sie heute kennen, war damit vollendet!

100 Jahre Mascara – ohne geht nicht mehr!

Trotz der recht jungen Geschichte dieses Beauty-Meisterstücks, kann sich wohl keine Frau mehr ein Leben ohne ihre Lieblingsmascara vorstellen. Nach den grundlegenden und besonders wichtigen Veränderungen der Wimperntusche, wurde sie immer wieder optimiert. Mittlerweile bringt das kleine Tübchen nicht nur Farbe auf die Wimpern, sondern verleiht besonders viel Schwung, Volumen oder den ultimativen Augenaufschlag. Mit dieser Mischung aus Farbe und Funktion ist die Mascara einfach nicht mehr aus der heimischen Schminksammlung wegzudenken und wird sicher auch noch viele weitere Jahre überleben. Also auf die nächsten 100 Jahre!

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