50ies

Eine Beautyreise in die Vergangenheit

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Admin

Jede Epoche, jedes Jahrzehnt besitzt seinen eigenen Charme. Das Verlangen, in eine andere Zeit versetzt zu werden, nennt man zwar nicht Fernweh, aber es kommt diesem Gefühl schon sehr nahe. Vielleicht ist es eine Art „Vergangenheitsweh“ – etwas zu vermissen, das wir nicht kennen, von dem wir aber denken, es irgendwie doch schon erlebt zu haben. Vielleicht ist es auch einfach ein Wegwünschen aus der eigenen Realität in eine schönere Zeit. Jeder von uns kennt dies, auf die eine oder andere Weise. Das Gefühl, ausbrechen zu wollen, äußert sich nicht nur in dem Verlangen, in ein anderes Land zu verreisen. Viel eher sehnen wir uns danach,  in eine andere Welt abzutauchen. Zurück in die Vergangenheit so wie Marty McFly in „Zurück in die Zukunft.“

 

Während in den 60er Jahren der Freiheitsdrang und die Individualität als Lebensgefühl durch alle Lande fegte, herrschte in den 50ern eine allgemeine Romantikatmosphäre.Die Mode in den 50er Jahren entwickelte sich in zwei Richtungen: Zum einen setzte sich ein recht konservativer Look mit braven Blusen und linienbetonten Kleidern für die Frauen durch. Begleitet wurde dieser Stil von passenden Damenhüten in allerlei farblichen Abstufungen. Andererseits fand sich die junge Mode der 50er in der Welt der Petticoats und der großgetupften Stoffe wieder. Ärmellose, bauchfreie Blusen und Tellerröcke waren sehr beliebt. Die Mädels trugen ihre Haare zum Pferdeschwanz gebunden und die Männer eiferten James Dean nach. Geprägt von der bezaubernden

Audrey Hepburn setzen sich damals auch die Caprihosen durch.

 

Getragen wurde, was fröhlich war und Spaß machte und dementsprechend sah auch das null aus. In hellen und frischen Pastelltönen, verliehen schimmernde Pfirsich- und Rosétöne den Wangen einen herrlich unschuldigen und jugendlichen Hauch. Die Augen wurden im Katzenlook geschminkt. Der Lidstrich durfte nicht fehlen und sorgte in einem Tiefschwarz für unwiderstehliche Augenaufschläge. Auch die Nägel leuchteten in Rosa, Fuchsia und Pastelltönen. Die Farben sorgten für den perfekten femininen Touch.

 

Stilikonen wie Grace Kelly oder Jackie Kennedy sorgten für Inspiration und beflügelten die modebewussten Frauen. Sie erlangten neues Selbstbewusstsein und galten mehr denn je als Symbole der Schönheit und der Begierde. Die Weiblichkeit stand im Vordergrund, genau wie Sauberkeit und Frische. In den ersten Werbefilmen kam dies besonders zur Geltung. Filmstars, die für Hautcremes und Seifen warben, verkündeten primär eine Botschaft: Für Erfolg und Ansehen ist ein gepflegtes und makelloses Aussehen Voraussetzung. Angesprochen wurde größtenteils die Damenwelt. Parfumhersteller versprachen der Frau von damals eine unwiderstehliche Ausstrahlung durch den Duft von Frische und Sauberkeit.

 

Wenn wir uns die Welt der 50er Jahre ausmalen, fahren wir mit dem Cadillac und unserem Date, einen heißem James Dean Verschnitt, in ein Open Air Kino, tanzen ausgelassen zu den ersten Rock‘n Roll Klängen mit kräftig gepuderten Wangen, während wir in unseren farblich angepassten Tellerröcken durch das Tanzlokal gewirbelt werden. Wir sind ausgelassen und gut gelaunt, das Leben ist angenehm und fühlt sich an wie der ewige Frühling. Aber auch der schönste Tagtraum ist irgendwann vorbei und genau wie Marty McFly kehren wir dann zurück in die Gegenwart, in die wir uns vielleicht auch eines Tages zurücksehnen werden.