Anti-Schweiß-Guide

Wie Sie den Störenfried in den Griff bekommen

Anti-Schweiß-Guide
dominic.genge

Jeder kennt ihn und für viele ist er ein unangenehmer Begleiter im alltäglichen Leben: Schweiß. Gerade an heißen Sommertagen schwitzen unsere Körper vermehrt. Dies sorgt häufig für unschöne Flecken unter den Achseln oder ein Meer an Schweißperlen im Gesicht, an den Händen oder an anderen Körperstellen. Warum wir überhaupt schwitzen und was wir dagegen tun können, verraten wir Ihnen in unserem kleinen Anti-Schweiß-Guide.

Schweiß – Wieso, weshalb, warum?

Starkes Schwitzen ist uns häufig unangenehm, da es für Außenstehende meist auf den ersten Blick sicht- und zum Teil auch riechbar ist. Was vielen jedoch nicht bewusst ist: Im Grunde genommen ist es eine wichtige Funktion unseres Körpers, denn sie dient dazu, unsere Körpertemperatur zu regulieren. Außerdem beeinflusst Schweiß den Säureschutzmantel unserer Haut auf positive Art und Weise. Prinzipiell ist Schweißbildung also etwas Gutes. Wenn doch nur die Begleiterscheinungen wie Ränder in der Kleidung oder Geruchsbildung nicht wären.

Wie Schweißgeruch zustande kommt

Schweiß - Eine geruchsneutrale Flüssigkeit
Schweiß als solcher ist zunächst einmal geruchsneutral, da er größtenteils aus Wasser und Salz besteht. Dieses Gemisch wird über sogenannte ekkrine Schweißdrüsen nach außen transportiert. Für den penetranten Geruch sind allerdings kleine Bakterien verantwortlich, die auf der Haut, den Haaren und der Kleidung sitzen. Sie zerlegen das klare Sekret in die charakteristisch riechenden Bestandteile und sind der Grund dafür, warum wir zu einem gut duftenden Deodorant greifen.

Gleiches gilt auch für die etwas fetthaltigere Flüssigkeit, die apokrine Drüsen abgeben. Diese Duftdrüsen sind im Gegensatz zu ihren ekkrinen Partnern nicht über den ganzen Körper verteilt. Sie sind lediglich in der Achselhöhle, im Anal- und Genitalbereich sowie an den Brustwarzen angelegt. Ein weiterer Unterschied: Sie werden nicht primär bei Hitze oder körperlicher Anstrengung aktiv, sondern bei Emotionen wie Wut und sexueller Erregung. Auch Angstschweiß zählt zu den Ausschüttungen der apokrinen Drüsen.

Wenn Sie unsere Tipps gegen Schwitzen befolgen, lässt sich auch der unangenehme Geruch reduzieren. Die Bakterien haben dann nämlich weniger Nahrungsgrundlage zur Verfügung.

Tipps gegen Schwitzen

Im folgenden Abschnitt haben wir einige Tipps für Sie zusammengestellt, die Ihnen dabei helfen können, die Schweißproduktion und die Geruchsbildung zu reduzieren:

  1. Rasur der Achselhaare: Wenn Sie die Behaarung unter Ihren Achseln entfernen, nehmen Sie den geruchsbildenden Bakterien Teile Ihres Lebensraumes. Der Vorteil: Ihre Aktivität und der unangenehme Geruch werden verringert.
  2. Regelmäßige Reinigung: Dadurch gewinnen Sie einen erfrischenden Duft zurück. Zudem gibt es antibakterielle Reinigungsprodukte, die die Zahl der kleinen Geruchs-Verursacher herabsetzen.
  3. Körper- und Gesichtspuder: Starkes Schwitzen im Gesicht oder am Körper? Puder hilft, glänzende Hautpartien leicht zu mattieren.
  4. Regelmäßiger Sport und Saunieren zur Reduktion der Schweißproduktion:  Klingt vorerst paradox, ist aber wahr. Durch das bewusste Schwitzen  werden die Schweißdrüsen trainiert und unerwartete Ausschüttung vermindert.
  5. Gesunde Ernährung: Eine gesunde Ernährungsweise ohne allzu viel Fleisch, scharfe Gewürze, zu viel Salz, Alkohol, Kaffee und Schwarztee kann helfen. Diese kurbeln den Stoffwechsel und die Körperwärme an. Um die Temperaturveränderung auszugleichen, reagiert der Körper mit erhöhter Schweißbildung.
  6. Erfrischende Lebensmittel Salbeitee als Hausrezept gegen Schweißwie Gurke, Melone, Blattsalat, Buttermilch oder Pfefferminze haben eine kühlende Wirkung und können dem Schwitzen entgegenwirken.
  7. Salbeitee gegen Schwitzen: Dieser Tee hat schweißreduzierende Wirkung. Trinken Sie täglich einen Liter davon, so sollen Sie schon nach einer Woche erste Erfolge feststellen können.
  8. Die richtigen Textilien: Beachten Sie bei der Wahl Ihrer Kleidung zweierlei Dinge: Sie sollte weder zu eng am Körper anliegen, noch aus synthetischen Fasern bestehen. Am besten und atmungsaktivsten sind Leinen und Baumwolle.

Ein weiterer wichtiger Punkt: Trinken Sie mindestens zwei bis drei Liter Wasser am Tag. Es bewirkt zwar keine Reduktion des Schwitzens, sorgt aber dafür, dass ihr Körper ausreichend mit Mineralstoffen versorgt wird. So verhindern Sie eine Dehydrierung.

Antitranspirant vs. Deodorant

Das gängigste Mittel gegen Schweiß ist das Antitranspirant. Doch wo liegt eigentlich der Unterschied zum Deodorant? Die Antwort ist simpel: Das Deodorant sorgt lediglich für einen angenehmen Duft, indem es den Schweißgeruch überdeckt. Das Antitranspirant hingegen ist dazu gedacht, die Schweißbildung zu verringern. Dabei wird mit dem Grundwirkstoff Aluminiumchlorid gearbeitet, der die Schweißdrüsen für begrenzte Zeit verengt und somit ihre Aktivität einschränkt.

  • Tragen Sie das Antitranspirant am besten vor dem Schlafengehen auf die gereinigte Achsel auf. Durch die Reinigung mit warmem Wasser werden die Poren geöffnet und die Haut kann den Wirkstoff besser aufnehmen. Außerdem ist die körperliche Anstrengung während der Nacht eingeschränkt. Dadurch wird der Wirkstoff nicht so schnell wieder ausgeschwitzt wie tagsüber.
  • Nutzen Sie ein solches Mittel nicht direkt nach der Rasur, da diese Ihre Haut bereits stark beansprucht. Warten Sie lieber ein bis zwei Tage ab, bis sich die Haut wieder erholt hat.
  • Mit zunehmender Anwendungszeit verbessert sich die Wirkung des Aluminiumchlorids. Dies hat zur Folge, dass Sie das Antitranspirant dann nur noch etwa einmal pro Woche auftragen müssen.
  • Um weiterhin einen tollen Duft zu versprühen, können Sie tagsüber zusätzlich ein Deo Ihrer Wahl auftragen.

Interessante Schweiß-Facts

Erhöhte Schweißproduktion beim Sport
Zum Abschluss haben wir noch ein paar interessante Schweiß-Facts für Sie:

  • Der menschliche Körper verfügt über zwei bis vier Millionen Schweißdrüsen.
  • Einen bis zehn Liter Flüssigkeit können wir am Tag ausschwitzen. Die Zahlen variieren hier jedoch stark.
  • Ein Teilnehmer beim Ironman kann während des Wettkampfes mehr als 16 Liter Schweiß verlieren.
  • Mit zunehmendem Alter schwitzen wir weniger, da sich die Drüsen und ihre Aktivität verändern.
  • Es gibt verschiedene Krankheitsbilder, die mit den Schweißdrüsen zusammenhängen. So zum Beispiel die Hyperhidrose, eine übermäßige Schweißproduktion, die schon in Alltagssituationen auftritt. Ein weiteres Krankheitsbild ist die Chromhidrose. Hierbei wird eine farbige Flüssigkeit in blau, grün, gelb oder gar schwarz abgesondert. In beiden Fällen ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen und über Behandlungsmethoden zu sprechen.

Hat Ihnen unser Anti-Schweiß-Guide geholfen und haben Sie selbst noch andere Tipps oder Facts? Schreiben Sie uns gern einen Kommentar unter die Produktempfehlungen.