Ari von Moderiamia im Interview

Fragen über Beauty, Hochzeit und Mama-sein

Ari von Moderiamia im Interview
svenja.woelki

Ari von MODERIAMIA bloggt über Fashion, Family, Lifestyle und Beauty. In Hinblick auf die anstehende Wedding Season haben wir sie über ihren Blog, ihre Hochzeit und der Beauty-Routine als Mutter eines zweijährigen Sohnes befragt. Sie gibt Tipps zur Suche des Hochzeitskleides und verrät uns, welche Beauty-Must-Haves für sie damals unentbehrlich waren.

Aus welchem Grund hast du deinen Blog, moderiamia.de, gestartet?

Schreiben war schon immer eine große Leidenschaft von mir. Während des Studiums merkte ich, dass gute Noten alleine nicht reichen, um ein journalistisches Volontariat zu bekommen. Diese Stellen sind sehr beliebt und ohne praktische Erfahrung hat man da nur wenige Chancen. Also absolvierte ich mein erstes redaktionelles Praktikum und mein Traum wurde immer konkreter: Ich wollte Redakteurin werden. Zeitgleich entdeckte ich meine Liebe für Mode.

Der Blog war für mich daher der ideale Schauplatz, um persönliche Kolumnen zu schreiben und meiner zweiten Leidenschaft – der Mode – nachzugehen. Dass ich irgendwann full-time Blogger werde, hätte ich damals selbst nicht für möglich gehalten. Seit der Geburt meines kleinen Sohnes Liam im März 2015 schreibe ich außerdem über mein Leben als arbeitende Mama: Von kleinen Anekdoten bis hin zu kontroversen Themen ist eigentlich alles dabei, was mich aktuell beschäftigt. Ich habe festgestellt, dass mir das Bloggen einfach unheimlich gut tut.

Ari von Moderiamia im Interview

Was unterscheidet deinen Blog von anderen Mama-Blogs?

In meinem Blog geht es nicht allein um das Muttersein. Das wäre mir zu eintönig. Deswegen soll MODERIAMIA eine Inspiration für junge Frauen sein, die Fashion, Beauty und das Familienleben lieben. Natürlich ist mein Kind mein Lebensmittelpunk, dennoch ist er im Blog kein Hauptakteuer. So habe ich einfach ein besseres Bauchgefühl. Denn nur, weil die Mama in der Öffentlichkeit steht, heißt es nicht, dass es auch das Beste für das Kind ist. Ihn aber komplett aus dem Blog rauszuhalten, fände ich auch nicht richtig, denn er ist nun einmal das Wichtigste in meinem Leben. Deswegen versuche ich ihn – soweit es geht – zu schützen und zeige sein Gesicht bewusst nicht auf dem Blog.

Eine Sache, die einem niemand über das Bloggen verrät?

Da gibt es so einige. Erst vor einiger Zeit habe ich einen Artikel über das Bloggerleben geschrieben und dabei ein paar Dinge aufgezählt, die man zwar erlebt, über die man aber kaum redet. Zum Beispiel empfinde ich persönlich das Bloggen oft als Liebeskiller. Mein Mann kann das so unterschreiben. Es ist nun einmal kein regulärer Job mit festen Feierabendzeiten. Wenn Liam abends schläft, sitze ich oft in Leggings und Shirt vor dem Laptop, um Mails zu beantworten, Instagram zu checken und Artikel zu schreiben. Nicht wirklich sexy!

Du bist jetzt elf Jahre mit deinem Mann zusammen, aus der Jugendliebe wurde eine Ehe: Wie sah der Heiratsantrag bei euch aus?

Ganz genau: Ich habe wirklich meine Jugendliebe geheiratet, was ein unfassbar großes Glück für mich ist. Anders als bei den meisten Paaren gab es bei uns keinen richtigen Heiratsantrag. Wir beide wussten einfach irgendwann, dass jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen war, um endlich zu heiraten. Mein Mann hat dennoch ganz traditionell bei meinem Vater um meine Hand gehalten und eine Rede auf Armenisch vorbereitet. Das war wirklich sehr emotional für mich.

Ari von Moderiamia im Interview

Wie hast du dein perfektes Hochzeitskleid gefunden? Hast du Tipps für zukünftige Bräute?

Da ich hochschwanger geheiratet habe, war der Traum vom langen taillierten Meerjungfrauenkleid erstmal dahin. Ich wollte ein Kleid, worin ich mich komplett wohlfühle. Es sollte meinen Bauch betonen und nicht kaschieren. Das Wichtigste ist, dass man sich während der Brautkleidsuche nicht verrückt macht. Man sollte sich im Spiegel anschauen und einmal ganz ehrlich zu sich sein: Welche Form, welcher Schnitt, welche Länge passt wirklich zu meiner Figur? Ich habe mir beispielsweise auf Pinterest Inspirationen geholt. Dort könnte ich mich stundenlang aufhalten.

Auf welches Beauty-Produkt hättest du während der Hochzeitsvorbereitung nicht verzichten können?

Auf mein Ayurveda Himalaya Scrub Körperpeeling von Rituals und auf eine feuchtigkeitsspendende Tagescreme. Aktuell liebe ich die Hydrabio Creme von Bioderma und auf die Lippenpflege von Dr. Hauschka hätte ich nicht verzichten können.

Welchen Duft hast du zur Hochzeit getragen und warum?

Giorgio Armani Sì – sehr edel und elegant, passend zum Anlass.

Du bloggst auch viel über dein Leben als Mama eines zweijährigen Sohnes: Wie schafft man es, mit Kind sich trotzdem stilbewusst zu kleiden und zu stylen?

Das ist tatsächlich oft nicht einfach. Denn die Zeit, die man vorher zum Stylen hatte, ist einfach nicht mehr vorhanden. Ich denke, man muss da recht organisiert sein, was mir auch oft nicht leicht fällt. Damit ich aber morgens weniger Stress habe, lege ich Liam’s und mein Outfit schon am Abend vorher raus. Außerdem bin ich eine passionierte Onlineshopperin und erspare mir den Shoppingstress in der Stadt: Dabei bestelle ich sowohl für Liam als auch für mich Sachen, die sich gut kombinieren lassen: Wenn Farbe, dann nur einfarbig. Außerdem verzichte ich auf wilde Muster und Aufdrucke, liebe dafür glatte, fließende Stoffe, die man auch ohne bügeln tragen kann.

Was hat dir während der Schwangerschaft geholfen deine Haut so schön straff zu halten?

Ich glaube, ich war recht faul in meiner Schwangerschaft: Abends habe ich mir den Bauch mit Öl massiert. Das war’s. Das hat mir und dem Baby sehr gut getan. Und ich habe wirklich keine Schwangerschaftsstreifen bekommen.

Ari von Moderiamia im Interview

Wie sieht deine Beauty-Routine mit Kind aus?

Als Mama hat man eigentlich nie Zeit für sich. Aber ich finde es wichtig, dass man sich diese Freiräume erkämpft. Dann muss auch mal der Partner ran. Generell hilft es mir, wenn ich meine Haare nur zwei- bis dreimal in der Woche wasche und die Zeit mit Trockenshampoo überbrücke. Ich liebe das Dry Shampoo von Toni & Guy Sky High Volume und Batiste Blush. Da meine Haare nicht schnell fetten, klappt das ganz gut.

Außerdem lasse ich meine Nägel immer machen und muss mich dann drei bis vier Wochen lang nicht mehr um sie kümmern – was super praktisch ist als Mama. Mein tägliches Make-up (außer am Wochenende) ist aber ein Muss. Ich fühle mich dann einfach wohler in meiner Haut und finde, dass ich tatsächlich produktiver bin, wenn es mir körperlich gut geht. Foundation, Puder, Bronzer, Lidschatten, Mascara, Highlighter und ein Lippenstift in Nude – das sind meine täglichen Essentials.

Gibt es Produkte, die du seit der Geburt aus Zeitmangel aus deiner Routine streichen musstest?

Früher sahen meine Haare immer perfekt gelockt aus. Heute bin ich froh, wenn ich mal ca. 15 Minuten in Ruhe im Bad verbringen darf. So richtig gestrichen habe ich meinen Lockenstab nicht aus meiner Beauty-Routine, aber er kommt definitiv weniger zum Einsatz.

Welches Beauty-Produkt hilft dir nach einem stressigen Tag zu entspannen?

Ich liebe das Körperpflegeset von Rituals The Ritual of Ayurveda Balancing Ritual. Die Produkte sind super, um richtig zu entspannen.

Fotos: Dennys Schick