Beauty bei der Fußball-EM

Unfaire Spieler, hilfsbedürftige Trainer und geschmacklose Fans

Beauty bei der Fußball-EM
Stephan Mischek

Momentan sind wir ja ganz begeistert vom Fußball und der deutschen Nationalmannschaft. Zwei Siege hat unser Team in den ersten beiden Spielen schon eingefahren. Mal schauen, wie es weitergeht. Aus Sicht eines Flaconi Redakteurs sind aber natürlich nicht nur die Spielresultate interessant. Schauen wir doch mal, was sich in Sachen Beauty bei der Europameisterschaft so abspielt.

Unfaire Spieler

Fußball und Kosmetik haben auf den ersten Blick ja nicht ganz so viel gemein. Die Jungs auf dem Rasen wälzen sich im Dreck und schwitzen, was das Zeug hält. Für Beauty bleibt da nicht so viel übrig. Aber ein paar Grundregeln sollten der Fairness halber schon eingehalten werden. Bei der Manndeckung bitte darauf achten, dass der eigene Körpergeruch für den Gegner nicht zu unangenehm ist. Es muss ja kein null aufgetragen werden, aber ein dezentes Deospray wäre schon schön. Denn sich des Gegners via Schweißausbruch zu entledigen, grenzt an krass sportwidrigem Verhalten.

Ebenso wichtig ist ein gepflegter Bartwuchs. Beim Kopfballduell kann es immer mal passieren, das man dem Gesicht des Gegners näher kommt als einem lieb ist. Passiert halt. Aber da muss ich mich nicht gleich in einem verfilzten Gestrüpp aus Barthaaren verfangen. Googelt mal nach Matthias Holst und ihr werdet verstehen, was ich meine. Also Männer: eine Rasiercreme darf ruhig benutzt werden. Ist nichts Schlimmes und tut auch nicht weh!

Hilfsbedürftige Trainer

Genug von den Spielern. Was ist mit den Leuten am Spielfeldrand? Unter den Trainern gibt es ja schon den einen oder anderen, der glaubt, stylish zu sein und sich im feinen Designer-Zwirn der Öffentlichkeit zeigt. Nützt aber auch nichts, wenn man sich ansonsten nicht zurecht macht. Fangen wir doch bei unserem Trainer an. So gut er sich auch kleidet – in den Nahaufnahmen kommt der liebe Yogi Löw nicht so gut weg. Am liebsten würde man ihm von der Tribüne aus einen vernünftigen Concealer zuwerfen, damit er seine unübersehbaren Augenringe und Krähenfüße abdecken kann. Hey, Yogi: Yves Saint Laurent L´Homme Touche Eclat ist ein prima Concealer für Männer!

Aber der gute Herr Löw ist nicht der einzige, der mal ein paar Beauty-Tipps verträgt. Kroatien-Trainer Slaven Bilic ist auch so ein Fall. Ebenfalls Anzugträger – schön und gut. Aber dazu dieses peinliche Beanie auf dem Kopf. Versucht er damit, seine außer Form geratenen Haare zu verstecken? Meine Idee: Kopfbedeckung runter und stattdessen Haargel benutzen, um sich entsprechend zu stylen, z.B. mit Marlies Möller Men Unlimited Constructing Gel. Das sieht dann gleich ganz anders aus.

Geschmacklose Fans

Verlassen wir nun die Trainerbank. Da tummeln sich ohnehin zu viele hoffnungslose Fälle. Begeben wir uns doch stattdessen in die Zuschauerränge. Hier wird null ganz groß geschrieben. Bei unseren Fans dominieren natürlich drei Farben: Schwarz, Rot, Gold! Aber vom Auftragen verstehen die wenigsten was. Die Damen kriegen es noch halbwegs hin. Da werden die Nationalfarben in nicht ganz so dicken Strichen nur über die Wangen, gelegentlich über die Stirn gezogen. Lass ich noch durchgehen.

Aber die Männer! Bei ihnen verwandeln sich gleich ganze Gesichter in plakative, schwarz-rot-goldene Triptychen. Gekonnt sieht irgendwie anders aus. Aber lassen wir sie ruhig machen. Wo sonst schminken Männer sich freiwillig und fühlen sich mit Make-Up sogar noch cooler als ohnehin schon? Da sieht man mal wieder, was König Fußball so alles bewirken kann.