Christopher Street Day 2013

Berlin war nie so bunt!

Christopher Street Day 2013
Admin

Strahlend blauer Himmel, warmer Sonnenschein und eine ordentliche Portion gute Laune sind die perfekte Grundlage für einen gelungenen Tag. Und genau auf dieser Basis fand am 22. Juni 2013 der Christopher Street Day (CSD) in Berlin statt. Tausende von Besuchern tanzten auf und neben den gut 50 Wagen zu flotten Beats und donnernden Bässen gegen gesellschaftliche Diskriminierung.

Extravagante Kostüme und jede Menge Make-Up zum Christopher Street Day

Auch, wenn auf dem einen oder anderen Wagen mal die Musik ausging, war die Stimmung ausgelassen. Zu der – für eine Demonstration ungewöhnlichen – Partylaune gehörten wie immer auch extravaganten Kostüme – und natürlich jede Menge null! Knallrote Lippen, übertrieben geblushte Wangenknochen, null in allen erdenklichen Farben – so bunt war Berlin noch nie!

Von trashig über exotisch bis aufreizend war einfach jeder Look dabei. So war es auch nicht verwunderlich, wenn auf einmal eine Gruppe knackiger Seemänner im „Le Male“-Stil oben ohne und in knappen Höschen auftauchte. Oder Transvestiten, die mit riesigen Reifröcken den Protestmarsch vom Ku’damm schmückten. Selbst freizügige Engel und sexy Teufel schlossen an diesem Tag Frieden und feierten unter dem Motto „Schluss mit Sonntagsreden“.

Christopher Street Day in Berlin: Hauptsache schrill

Mitten in der Menge flanierten drei Transvestiten in schrillen Kleidern. Ihre Hüte erinnerten an sternförmige Laternen aus Papier. Wenige Schritte hinter ihnen wurden sie von einem römischem Streitwagen gefolgt. Das Gespann wurde von zwei stattlichen Männern gezogen, gekleidet in Lendenshorts aus Leder und mit goldenen, römischen Helmen. Daneben lief eine Sambatänzerin, die mit üppigen Federn auf dem Rücken ausgestattet war.

Etwas weiter entfernt wurde eine große, weiße Kunststoff-Torte mit rosa Bändern durch die Menge gezogen. Dahinter schlenderte eine männliche Braut, die von einer Art Gefolge in weißen Hemden und Hosen begleitet wurde. Ein paar von Ihnen hielten große Sträuße rosa und violette Luftballons in den Händen.

Am Brandenburger Tor endete die Parade des 35. CSD Berlin schließlich – für die meisten mit schmerzenden Füßen (Tipp fürs nächste Mal: alessandro Pedix Go Easy Fußbalsam). Die Gesichter lächelten aber trotzdem zufrieden. Denn zurück bleibt die Erinnerung an eine der farbenfrohsten Demonstrationen in der Hauptstadt. Jahr für Jahr.