Die Kopfnote bei Parfums

Der erste Eindruck zählt




Klicke auf einen der Punkte, um mehr zu erfahren.


Admin

Wenn Sie Parfum auftragen, haben Sie als Duftliebhaber sicher schon eines festgestellt: Mit der Zeit verändert sich das Dufterlebnis auf Ihrer Haut. Aber keine Sorge: Dies hängt weder mit Ihren Hauteigenschaften noch mit einer Störung Ihres Riechorgans zusammen.

Es ist vielmehr ein konzeptionelles Meisterwerk der Parfümerie. Sie arbeitet mit verschiedenen Duftnoten, die sich erst nach und nach entfalten: Mit der Kopfnote, der Herz- und der Basisnote. Was sich hinter der Kopfnote verbirgt, wie lange sie anhält und welche Duftrichtungen Kopfnoten einnehmen können: Wir verraten es Ihnen.

Kopf, Herz und Basis

Die Kopfnote im Vergleich zu Herz und Basis
Duftkompositionen bilden meist ein harmonisches Zusammenspiel aus verschiedensten Parfum- Inhaltsstoffen, die erst im sogenannten Duftverlauf ihre volle Intensität entfalten. Dabei gliedert sich der Verlauf in drei Abschnitte: In die Kopfnote, die Herznote und die Basisnote. Stellen Sie sich das Kennenlernen eines Duftes vor wie die Bekanntschaft mit einem Menschen, der in Ihr Leben tritt.

Das erste, was Sie wahrnehmen, ist das Gesicht, in unserem Falle also die Kopfnote. Sie bildet den ersten Eindruck und entscheidet häufig darüber, ob Sie sich für oder gegen einen Duft entscheiden. Die Kopfnote bleibt im Durchschnitt circa fünf bis zehn Minuten bestehen, während sie danach sanft in die Herznote übergeht.

Mit der Herznote beginnen Sie, den Charakter näher kennenzulernen. Nach etwa einer Stunde erstrahlt sie in voller Pracht und umhüllt Ihre Nase mit sorgfältig aufeinander abgestimmten Parfum Ingredienzen. Als Herz ist sie das Verbindungsstück zwischen der Kopfnote und der Basis.

Letztere kommt erst mit verstreichender Zeit zur Geltung, während die anderen Duftnoten sich bereits ganz oder zum Teil verflüchtigt haben.   So wie das Wesen eines Menschen ist auch die Basisnote die langanhaltendste Komponente, die Sie auch nach Stunden noch wahrnehmen können.

Nun jedoch zurück zum entscheidenden ersten Eindruck. Denn wie heißt es so schön: Der erste Eindruck zählt. Um diesen so schön wie möglich zu machen, nutzen die Parfumeure für die Kopfnoten verschiedene Duftrichtungen.

Aquatische Kopfnoten

Ein aquatischer Charakter in der Kopfnote

  1. Welche aquatischen Noten gibt es? Aquatische Noten werden synthetisch hergestellt. Zu ihnen zählen beispielsweise Helional, Cascalone oder Calypsone.
  2. Wie lässt sich der Duft beschreiben? Aquatische Noten verleihen der Kopfnote einen erfrischenden und belebenden Eindruck. Sie spiegeln den Duft und die Atmosphäre des Meeres wider.
  3. Wissenswertes: Ende der 80er Jahre haben sie sich mit Davidoff Cool Water in der Parfum-Industrie etabliert.

Aromatische Noten

Beliebt als aromatische Kopfnote: Lavendel

  1. Welche aromatischen Noten gibt es? Zu den aromatischen Noten zählen Gewürze und Kräuter wie Thymian, Rosmarin oder Minze. Ebenfalls sehr beliebt: Sternanis oder Lavendel – das Gold der Provence.
  2. Wie lässt sich der Duft beschreiben? Wie auch in der Kräuterkunde wird einigen dieser Parfum Inhaltsstoffe eine beruhigende Wirkung zugesprochen.  Der Duftcharakter der Kopfnote lässt sich häufig als herb und würzig beschreiben.
  3. Wissenswertes: Meistens sind es die Herrendüfte, die aromatische Noten enthalten.

Zitrische Duftstoffe

Zitrus-Nuancen machen die Kopfnote lebendig

  1. Welche zitrischen Noten gibt es? Unter die Zitrusnoten fallen viele, die Sie auch aus Ihrem Obstkorb kennen: Orange, Zitrone, Grapefruit oder Limette. Großer Beliebtheit in der Kopfnote erfreuen sich auch Bergamotte oder Neroli – ein Duftstoff, der aus der Blüte der Pomeranze gewonnen wird.
  2. Wie lässt sich der Duft beschreiben? Zitrusduft wird als frisch und lebendig beschrieben. Außerdem hat  er die Eigenschaft, kraftvollere Ingredienzen zu mildern und ihnen eine sanftere Aura zu verleihen.
  3. Wissenswertes: In der griechischen Mythologie wurden Zitrusfrüchte zum Teil als goldene Äpfel bezeichnet. Sie sollten für die ewige Jugend und die Blüte der Schönheit sorgen.

Grüne Noten

Eine exemplarische Kopfnote: Frisch gemähtes Gras

  1. Welche grünen Noten gibt es? Unter grünen Noten sind verschiedene Pflanzengerüche wie der von Rhabarber, frischem Gras, schwarzer Johannisbeere oder dem beliebten Veilchen zusammenzufassen.
  2. Wie lässt sich der Duft beschreiben? Stellen Sie sich den Duft so vor, als würden Sie das Grün der Natur und den unverwechselbaren Duft frisch gemähten Rasens einatmen. Grüne Noten  versprühen Natürlichkeit und jugendlichen Charme.
  3. Wissenswertes: Haben Sie schon einmal an Veilchenblättern gerochen? Diese tragen den Duft frischer Gurken.

Die cleane Kopfnote

  1. Welche cleanen Noten gibt es? Nicht erschrecken, denn die cleanen Noten tragen chemische Fachbezeichnungen wie Dihydromyrcenol oder Aldehyd C11.
  2. Wie lässt sich der Duft beschreiben? Wenn Sie den Duft frisch gewaschener Wäsche lieben, dann sind solche Kopfnoten genau das Richtige für Sie. Denn genau in dieser Frische haben cleane Noten ihre Inspiration gefunden.
  3. Wissenswertes: Ebenso wie die aquatischen Noten werden sie synthetisch hergestellt. Besonders als Bestandteil der Kopfnote schmeicheln sie aromatischen und blumigen Akkorden.

Welche Kopfnoten mögen Sie am liebsten? Schreiben Sie uns gern einen Kommentar unter die Produktempfehlungen.

  • Die Kopfnote
TOP
ARTIKEL
  PARFUM

ALLE ARTIKEL