Die verschiedenen Hauttypen

Ein Einblick ins größte Sinnesorgan des Menschen

Die verschiedenen Hauttypen
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Mit etwa zwei Quadratmetern Fläche bildet die Haut das größte Sinnesorgan des Menschen. Sie macht rund ein Sechstel unseres Körpergewichts aus. Und doch beziehen wir uns, wenn wir über Hauttypen nachdenken, meist nur auf einen verhältnismäßig kleinen Teil unseres Körpers – unser Gesicht. Denn am Gesicht lassen sich die Hauttypen am besten und anschaulichsten erklären. Was diese einzelnen Hauttypen genau kennzeichnet und womit Sie sie am besten pflegen, erfahren Sie bei uns.

Eine Unterscheidung vorab: Hauttyp und Hautzustand

Generell lassen sich Hauttyp und Hautzustand voneinander abgrenzen. Mit dem Hauttyp wird die rein genetische Veranlagung beschrieben. Es liegt also schon in unseren Genen, ob wir zu normaler, trockener oder fettiger Haut neigen. Unter dem Hautzustand wird hingegen der tatsächliche und aktuelle Zustand der Haut verstanden, der von inneren und äußeren Einflüssen mitbestimmt wird.  Insgesamt kann zwischen vier Hauttypen unterschieden werden, die alle eine individuelle Pflege benötigen:

  • Normale Haut
  • Trockene Haut
  • Fettige Haut
  • Mischhaut

Normale Haut

Diejenigen unter Ihnen, die normale Haut haben, dürfen sich glücklich schätzen, denn Sie sind mit feinen Poren und einem glatten, ebenmäßigen Hautbild ausgestattet. Normale Hauttypen sind in der Regel wenig empfindlich. Sie neigen nur selten zu Unreinheiten und zeigen gegenüber Kosmetika und äußeren Einflüssen wie Kälte oder Hitze keine auffälligen Reaktionen. Ihr Säureschutzmantel  funktioniert ohne Probleme und das Verhältnis von Fett und Feuchtigkeit ist ausgeglichen.

Aber: Was rosig ist, soll auch so bleiben. Daher ist eine abgestimmte Pflege auch bei normalen Hauttypen unerlässlich. Greifen Sie nicht zu reichhaltigen Cremes, da diese Ihre Haut zu stark mit Lipiden, das sind Fettstoffe, versorgen und Hautunreinheiten und verstopfte Poren hervorrufen können.

Trockene Haut

Eine plakative Darstellung trockener HauttypenBei trockener Haut liegt ein Mangel an Lipiden und natürlichen Feuchthaltefaktoren, den Natural Moisturizing Factors oder auch NMF, vor. Feuchtigkeit kann also nicht richtig in der Haut festgehalten werden und dringt nach außen. Dadurch wird sie rau und beginnt zu spannen. Auch Hautschuppungen und Juckreiz sind eine häufige Symptomatik. Selbst die Infektionsgefahr ist erhöht, da die oben genannten Stoffe auch am Bau des natürlichen Hautschutzes beteiligt sind.

Ein Grund mehr, die richtige Pflege zu verwenden und die Haut zu unterstützen. Doch was hilft gegen trockene Haut? Am besten wählen Sie reichhaltige Pflegeprodukte, die Ihre Haut ausreichend mit Lipiden versorgen. Zusätzliche Stoffe wie Urea oder Hyaluronsäure helfen, die Feuchtigkeit in der Haut zu halten.

Fettige Haut

Was die trockene Haut zu wenig hat, hat dieser Hauttyp im Überfluss: Fettstoffe. Dies hängt mit einer übermäßigen Talgproduktion zusammen, die durch Hormonveränderungen, Stress oder unverträgliche Kosmetika hervorgerufen werden kann. Fettige Haut ist gekennzeichnet durch Glanz und große Poren und ist häufig von unangenehmer Akne und Mitessern begleitet.

Wenn Sie auf Grund des fettigen Hauttyps von unreiner Haut betroffen sind, sollten Sie auf Hausmittel wie Teebaumöl verzichten. Solche ätherischen Öle können nämlich schnell allergische Reaktionen hervorrufen und zu weiteren Hautirritationen führen.

Achten Sie bei fettiger Haut insgesamt darauf, dass Sie sie mit Hilfe eines geeigneten Reinigungsproduktes oder Peelings regelmäßig behandeln.

Mischhaut

Der letzte der vier Hauttypen wird als Mischhaut bezeichnet. Charakteristisch für sie ist eine trockene Wangenpartie, während die sogenannte T-Zone, bestehend aus Kinn, Nase und Stirn, dem fettigen Hauttyp und seinen Merkmalen entspricht.

Wie bei den einzelnen Hauttypen muss auch hier der jeweiligen Partie die passende Pflege zugeführt werden. Dafür hat die Kosmetikindustrie spezielle Produkte entwickelt, die auf Grund ihrer Eigenschaften an die Bedürfnisse der Mischhaut angepasst sind. Sie sind häufig fettarm, sorgen aber dennoch für ausreichend Feuchtigkeit. Lediglich bei stark ausgeprägter Mischhaut empfiehlt es sich, keine Kombinationsprodukte zu verwenden, sondern auf die einzelnen Partien abgestimmte Kosmetika zu wählen.

Unterschiedliche Pigmentierungen

Höhere Melaninproduktion sorgt für dunklere Hauttypen Wir Menschen haben unterschiedliche ethnische Zugehörigkeiten und damit einhergehend auch verschiedene Hautfarben. Dafür verantwortlich sind die Melanozyten, die in unserer Haut das Pigment Melanin bilden. Die Anzahl an Melanozyten ist über die verschiedenen ethnischen Gruppen hinweg ähnlich. Was für die Unterschiede in unseren Hautfarben sorgt, sind ihr Aufbau, ihre Anordnung und ihre Aktivität.

Die vier vorgestellten Hauttypen finden sich in jeder ethnischen Gruppe wieder. Dunklere Hauttypen haben auf natürliche Weise allerdings einen höheren UV-Schutz und zeigen weniger Anzeichen von Hautalterung. Pflege und Schutz der Haut sind aber auch hier von hoher Bedeutung und Wichtigkeit.

Ein kurzes Resümee

Egal, welchen der Hauttypen und welchen Hautzustand Sie gerade haben: Wichtig ist, dass Sie ihn genau bestimmen beziehungsweise bestimmen lassen. Denn alle Hauttypen erfordern eine individuell auf die Bedürfnisse abgestimmte Pflege, um ihren schützenden Funktionen weiterhin nachgehen zu können.