Naturkosmetik

Was steckt hinter den grünen Produkten?

Naturkosmetik
Admin

Die Naturkosmetik boomt. Reformhäuser und Bio-Läden sind längst nicht mehr die erste Anlaufstelle, wenn es um natürliche Produkte geht. Drogerien und Parfümerien haben aufgerüstet und bieten eine Reihe von Naturkosmetika an. Doch was bedeutet Naturkosmetik überhaupt?

Welche Siegel gibt es?

Es gibt keine einheitlichen Standards für Naturkosmetik, theoretisch könnte sich jedes Produkt so benennen. Doch haben verschiedene Institutionen auf der ganzen Welt eigene Kriterien und Standards entwickelt. In Deutschland legte 2001 der Bundesverband Deutscher Industrie- und Handelsunternehmen für Arzneimittel, Reformwaren, Nahrungsergänzungs- und Körperpflegemittel (kurz BDIH) den Stempel „Kontrollierte Naturkosmetik“ fest. Um dieses Zertifikat zu erhalten, müssen verschiedene Voraussetzungen wie beispielsweise der Verzicht auf synthetische Farb-, Duft- und Konservierungsstoffe oder eingesetzte Rohstoffe aus möglichst kontrolliert biologischem Anbau gegeben sein. Auch andere Länder haben strenge Richtlinien geschaffen, darunter der Zertifizierungsverband Ecocert aus Frankreich und die amerikanische Öko-Behörde „United State Department of Agriculture – National Organic Program“, die als einer der strengsten hinsichtlich organischer Produkte gilt. Hohe Standards gelten auch für das EcoControl Siegel, mit dem beispielsweise  Annemarie Börlind für qualitative Produkte bürgt, während Charlotte Meentzen mit dem ebenfalls strengen NaTrue Siegel zertifiziert wurde.

Ist Naturkosmetik gut für die Haut?

Die Natur bietet alle Zutaten zum Reinigen, Entgiften und Regenerieren. Naturkosmetik setzt auf natürliche Inhaltsstoffe, die mit unserer Haut interagieren. Bewusst wird darauf verzichtet, diese in chemischen Zusatzstoffen zu ertränken.

Die Hautverträglichkeit bei der Gesichtspflege ist oft besser, da auf potenziell reizvolle Inhaltsstoffe verzichtet wird. Auch im Hinblick auf die Pflegeeigenschaften stehen die natürlichen Cremes den konventionellen in nichts nach. Beim Geruch wiederum scheiden sich die Geister, denn statt Parfums werden ätherische Öle verwendet, die nicht jedermanns Geschmack sind.

Längst ist die natürliche Pflege dem Müsli-Image entwachsen, die Produktpalette vergrößert sich stetig. Die Konsumenten machen sich mehr und mehr Gedanken über das, was sie ihrer Haut jeden Tag zumuten und öffnen ihr Bewusstsein für neue Mittel und Wege. Naturkosmetik ist weiter auf dem Vormarsch.