Schaden Parabene in Kosmetik?

Krankmacher oder notwendiger Konservierungsstoff?

Parabene in Kosmetik
Admin

Die Diskussion um schädliche Inhaltsstoffe in Kosmetikprodukten ist in der letzten Zeit immer stärker in den Vordergrund gerückt. Neben Silikonen in Shampoos oder Aluminiumsalzen in Deos stehen auch Parabene immer wieder in der Kritik. Wir erklären Ihnen, warum Parabene in Kosmetik benötigt werden und ob diese tatsächlich so schädlich sind wie sie dargestellt werden.

Parabene sind Konservierungsstoffe

In den kosmetischen Produkten, die wir tagtäglich benutzen, gibt es natürlich nicht nur rein pflegende Inhaltsstoffe. Es werden darüber hinaus noch weitere Bestandteile benötigt, die die Produkte lange haltbar machen. Parabene in Kosmetik sorgen dafür, dass enthaltene Öle nicht ranzig werden, dass Vitamine nicht oxidieren oder dass Wasser nicht zum Nährboden für ganze Bakterienkolonien wird – sie fungieren als Konservierungsstoff. Ohne Parabene in Kosmetik würden unsere Produkte nur wenige Wochen halten bzw. so stark verkeimen, dass sie eine Bedrohung für unsere Gesundheit darstellen würden.

Sind Parabene in Kosmetik tatsächlich gefährlich?

Das scheint im ersten Moment paradox zu sein, da Parabene gerade dafür in der Kritik stehen, dass sie dem menschlichen Körper schaden können. Tatsächlich können die gesundheitlichen Schäden durch Parabene in Kosmetik aber nur schwer eingeschätzt werden. Fest steht zumindest, dass Parabene in der Molekularstruktur sehr ähnlich zum weiblichen Sexualhormon Östrogen sind. Gerade weil die meisten Substanzen dermal – also über die Haut – absorbiert werden, besteht die begründete Befürchtung, dass Parabene in Kosmetik unseren Hormonhaushalt durcheinander bringen können. Dennoch muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass es keine Langzeitstudien an Menschen gibt, in denen die Auswirkungen tatsächlich untersucht werden konnten.

Parabene in Kosmetik

Es gibt kaum Beauty-Produkte, die ohne Parabene auskommen.

Parabene in Kosmetik vermeiden

Bis jetzt kann nicht bewiesen werden, ob Parabene in Kosmetik wirklich schädlich sind oder nicht. Trotzdem kann es kein Fehler sein, darauf zu achten, Produkte mit weniger Parabenen zu verwenden. Dazu haben wir ein paar Beispiele, die Sie leicht in Ihrem Alltag integrieren können. Pflegeprodukte, die häufig an die Luft gelangen oder mit der Hand entnommen werden, brauchen mehr Konservierungsstoffe, da es hier leichter zu einer  Verkeimung kommen kann. Nehmen Sie also einfach das nächste Mal eine null mit Pumpspender. (Sehen Sie dazu in unsere Produkttipps unter dem Artikel.) Diese kommt mit deutlich weniger Konservierungsstoffen aus, hat aber fast die gleiche Haltbarkeit. Den umgekehrten Fall haben wir bei Seifen. Ein festes Seifenstück enthält weniger Parabene als eine Flüssigseife. Grundsätzlich sollten Sie im Hinterkopf haben, dass ein Produkt, welches nur wenige Monate hält, weniger Konservierungsstoffe beinhaltet als eines, das eine Haltbarkeit von drei Jahren verspricht.

Parabene in Kosmetik – Achten Sie darauf?